Im Schokoladengeschäft Concept ChocolateWir wussten schon immer, dass die Schokoladenherstellung in Brüssel mehr ist als nur ein gewöhnlicher Job. Und jetzt ist es offiziell: Die Tradition und das Können der Brüsseler Schokoladenherstellung wurden in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Region Brüssel-Hauptstadt aufgenommen. Brüssel ist damit die erste Region Belgiens, die diese Anerkennung formalisiert – ein wichtiger Schritt hin zur Anerkennung durch andere belgische Regionen und letztendlich zu einem nationalen Antrag bei der UNESCO.
Und wir sind stolz darauf, diese Tradition als Mitglied der Initiative fortzuführen. Ich liebe belgische Schokolade.
Eine fast vier Jahrhunderte alte Geschichte
Schokolade gelangte Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa, importiert aus Mexiko und Mittelamerika. In Belgien ist sie seit 1635 urkundlich belegt; die erste Erwähnung findet sich in der Abtei Baudeloo in Gent. Mit der Ankunft der ersten Dampfmaschine in Brüssel im Jahr 1835 wurde die Produktion industrialisiert und die Zahl der handwerklichen Chocolatiers vervielfachte sich.
Der Beginn des 20. Jahrhunderts markierte das goldene Zeitalter großer Brüsseler Erfindungen: die Praline, die 1912 von Jean Neuhaus Jr. in den Königlichen Saint-Hubert-Galerien kreiert wurde, und die Ballotin, die 1915 von seiner Frau Louise Agostini erfunden wurde. Häuser wie Côte d'Or, Neuhaus, Leonidas, Godiva oder Corné, die alle in Brüssel gegründet wurden, begründeten den Weltruf der belgischen Schokolade.
Heute gibt es in Brüssel mehr als 200 Schokoladengeschäfte, und die Stadt zieht weiterhin Chocolatiers aus aller Welt an.
Zwei Fachgebiete, eine gemeinsame Exzellenz
Die belgische Expertise basiert auf zwei sich ergänzenden Ansätzen. Der erste und am weitesten verbreitete besteht aus Arbeiten mit Kuvertüre Eine Schokolade mit hohem Kakaobuttergehalt, hergestellt von Industriespezialisten, die der Handwerker verarbeitet, verziert und verfeinert, um Pralinen, Trüffel und Tafeln zu kreieren und ihnen so seine eigene Note zu verleihen.
Die zweite, neuere ist die Bean-to-Bar Der Handwerker stellt seine eigene Schokolade aus rohen Kakaobohnen her und kontrolliert den gesamten Prozess vom Rösten bis zum Temperieren. Dieser Ansatz legt Wert auf Rückverfolgbarkeit und eine direkte Verbindung zu den Kakaoproduzenten.
Diese beiden Modelle existieren heute nebeneinander und bereichern gemeinsam die Identität der belgischen Schokolade.
Für diesen Aufklärungswettbewerb
Die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes ist die offizielle Anerkennung einer lebendigen Tradition, die auf Qualität, Geschmack, Nachhaltigkeit und Ethik gründet – Werte, die wir in unserer Werkstatt in Schaerbeek seit fast 40 Jahren täglich leben. Sie ist zugleich ein Ansporn für die Weitergabe dieser Tradition: Jahr für Jahr schreiben sich immer mehr junge Menschen an den Brüsseler Schokoladenschulen ein und sichern so die Zukunft eines Handwerks, das vor großen Herausforderungen steht – internationaler Wettbewerb, steigende Kakaopreise –, sich aber immer wieder neu erfindet, ohne seine Seele zu verlieren.
Ich liebe belgische Schokolade: eine gemeinsame Stimme
„I Love Belgian Chocolate“ ist ein gemeinnütziger Verein, der belgische Chocolatiers vereint und gemeinsame Werte wie Handwerkskunst, Innovation und Nachhaltigkeit lebt. Dieser Verein setzt sich aktuell für die Anerkennung der Brüsseler Schokoladenkunst ein.
Für uns war die Teilnahme an dieser Initiative eine Selbstverständlichkeit. Seit der Übernahme der Werkstatt im Jahr 2011 setzen wir uns für den Erhalt anspruchsvoller Handwerkskunst ein und berücksichtigen gleichzeitig die heutigen Erwartungen: Transparenz hinsichtlich der Kakaoherkunft, nachhaltige Praktiken und kreative Rezepte. Die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, das diese Werte in Brüssel und ganz Belgien vertritt, verleiht der Stimme, die viele Chocolatiers seit Jahrzehnten einzeln erheben, mehr Gewicht.
Und was ist mit uns im Speziellen?
Jede Praline, jede Tafel, jedes Stück Schokolade, das unsere Manufaktur in der Rue des Chardons verlässt, ist Teil dieser langen Brüsseler Tradition – sorgfältige Handwerkskunst, mit Leidenschaft weitergegeben und zukunftsorientiert. Wir werden diese Tradition mit Stolz fortführen und dem treu bleiben, was seit jeher die Stärke belgischer Schokolade ausmacht: höchste Qualität und ein Know-how, das nicht improvisiert werden kann.
Um mehr über die Initiative „Ich liebe belgische Schokolade“ zu erfahren, besuchen Sie ilovebelgianchocolate.beDas offizielle Anerkennungsblatt kann auf der Website von eingesehen werden. patrimoine.brussels.